Feierabend

Die Idee der Unterbrechung

Feierabend
Alle Abläufe unseres Lebens haben ihren bestimmten Rhythmus. Unser Organismus ist dem Wechsel von Tag und Nacht unterworfen, Wer die Ruhezeit nicht beachtet und zu wenig schläft, bei dem kann es zu Störungen und Energieverlust kommen. Seit Jahrtausenden ist der Wochenrhythmus vor allem für den arbeitenden Menschen eine wichtige Hilfe. Am siebten Tag vollendete Gott das Wer, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag (Gen 2,2). Zur Vollständigkeit, zur Vollendung gehört das Betrachten des Werkes, das Sich-Freuen, das Feiern. Um nicht Sklaven der Arbeit zu werden, gibt es in unserem Lande den alten Brauch des Feierabendläutens. Wenn früher am Samstagnachmittag die Kirchenglocken läuteten, dann wusste jeder: Jetzt ist die Zeit, die Arbeit ruhen zu lassen. Die Knechte und Mägde hatten das Recht, für ihre eigenen Bedürfnisse zu sorgen.
In unserem Land, wo die Ladenschlusszeiten immer wieder auf die Nacht oder auf den Sonntag ausgeweitet werden, ist es wichtig, als Kirche ein gemeinsames Signal zu setzen zum Schutze des einzelnen arbeitenden Menschen, der Familie und der gesellschaftlichen Gruppen. Gemeinsame Zeit ist kostbar.

 

 

Die neue Glocke
Seit 26. November 2005 werden jeden Samstag um 17.00 Uhr in allen Linzer Pfarren die Kirchenglocken läuten zum Zeichen der Unterbrechung:

Es ist Feierabend!

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