Geschichte — Pfarre Guter Hirte

Die Pfarrkirche „Guter Hirte“
Die erste Notkirche der Pfarre „Guter Hirte“ befand sich westlich der heutigen Anlage, beim Bahnhof Linz-Wegscheid. In den Jahren 1949-50 wurde eine provisorische Kirche nach Plänen von Eduard DITTRICH auf dem Platz der jetzigen Pfarranlage Am Steinbühel errichtet; sie wurde am 8. Juni 1950 geweiht. Für zehn Jahre war das Provisorium vorgesehen, letztlich hat die „Barackenkirche“ – wie sie von den Leuten in der Neuen Heimat genannt wurde – 28 Jahre der Pfarre als Gottesdienstraum gedient. 1976 wurde endlich der Bau der neuen Pfarranlage nach Plänen von Gottfried NOBL und Othmar KAINZ in Angriff genommen. Die neue Kirche wurde am 15. Oktober 1978 von Bischof ZAUNER geweiht. Modell der Kirche

Der rechteckige Kirchenbau, bei dem von außen zwei markante, gegenläufige Pultdächer über dem Altarraum bzw. über der Wochentagskapelle sofort ins Auge fallen, ist durch gedeckte Gänge mit dem Pfarrhaus (mit Pfarrkanzlei und Wohnungen für die Mitarbeiter der Pfarre) und dem Pfarrsaal (mit div. Gruppenräumen) zu einem Gebäudekomplex verbunden. Dadurch entsteht ein hofartiger Vorplatz, der zur Straße hin offen ist und zum Verweilen einlädt. Zur Pfarranlage gehört auch noch das Gebäude für den Kindergarten mit einem großen Garten für den Schönwetterbetrieb und ein Sportplatz, der von der Jugend intensiv genützt wird..

Der Innenraum der Kirche wird geprägt von der
Pfarrkirche innenDeckengestaltung mit massiven Leimbindersparren und großen farbigen
Glasfenstern an den hohen
Seitenwänden (Entwurf von Rudolf KOLBITSCH, Ausführung durch die
Glasmalerei des Stiftes Schlierbach).
Die Ausstattung (Altar, Tabernakel, Ambo,
Apostelkreuze, Taufbecken, Kerzenleuchter,
Weihwasserbecken) sind – ebenfalls nach einem
Entwurf von Rudolf KOLBITSCH – einheitlich gestaltet.

Kruzifix der PfarrkircheEin großes, spätgotisches Kruzifix an der Stirnseite des Altarraumes stammt aus dem Raum Peuerbach, eine Marienstatue (1970 von Josef WIMMER) ist eine Kopie einer barocken Madonnenfigur aus St. Veit im Mühlkreis. Die überlebensgroße Figur des Guten Hirten (1947 von Jakob ADLHART) sowie das Kruzifix (aus dem 17. Jahrhundert) und die vierzehn Kreuzwegbilder (L. HOLLNBUCHNER, 1952) in der Wochentagskapelle stammen aus der alten „Barackenkirche“. Auch die beiden Glocken (in E und G gestimmt) die frei sichtbar im Dachstuhl der Werktagskirche aufgehängt sind, wurden von der „Barackenkirche“ übernommen. Sie wurden 1950 in der Glockengießerei St. Florian gegossen und am 18. Mai 1950 geweiht. 2004 kam eine dritte Glocke (auf D gestimmt) dazu. Sie wurde von der Fa. Grassmayr in Innsbruck gegossen und am 3.Oktober 2004 geweiht.

Die Orgel wurde 1988 von Friedrich HEFTNER (Krems an der Donau) erbaut und am 8. November 1988 geweiht. Sie besitzt 15 klingende Register und drei Koppeln auf zwei Manualen und einem Pedal. Die Disposition stammt von Wolfgang KREUZHUBER (Domorganist in Linz).

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